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Dr.in Maria Ministra Hofer da Silva, Kunstministerin in spe, war anlässlich der Eröffnung der Ars Electronica zu Gast in Linz.
Für die Kulturpolitik in Österreich fand sie vor den zahlreich
anwesenden JournalistInnen aus dem Ausland durchaus mahnende Worte:
"Das Dogma der Kulturindustrie und der absoluten Verwertbarkeit
kultureller Leistungen muss durchbrochen werden!"
Sie prangerte an, dass das Budget für die etwa 400 regionalen
Kulturinitiativen, die gesellschaftspolitisch wichtige Arbeit leisten,
in etwa gleich hoch ist wie die Verwaltung der Bundestheater. "Ich sage
nicht, dass die Bundestheater nicht wichtig sind, aber dieses
Verhältnis ist untragbar und verdeutlicht letztendlich, dass
politischer Kulturarbeit im Gegensatz zu Repräsentationskultur wenig
Priorität eingeräumt wird."
Demgegenüber stellte sie in Aussicht dass "ein Hauptaugenmerk meiner
Arbeit in der Bekämpfung des Rassismus, der Etablierung politischer
Kulturarbeit und der Stärkung regionaler Kulturarbeit sein wird."
Einen besonderen Schwerpunkt in ihrem kulturpolitischen Programm legt
Dr.in Ministra Hofer da Silva auf den politischen Antirassismus. Im
Gespräch kritisiert sie die Untätigkeit der österreichischen Parteien
und betonte, dass antirassistische und feministische Gegenmodelle zum
politischen Mainstream werden müssen.
Dr.in Ministra Hofer da Silva betonte, dass sie für das Amt der
Kulturministerin als Migrantin und Frau kandidiert und sie diese
Perspektiven in die Gestaltung und Umsetzung ihres Programms einbringen
wird. Es gehe, so Dr.in Ministra, um eine Brechung des hegemonialen,
eurozentristischen Systems.

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